Zurück in die Vergangenheit und der Zukunft entgegen

Zwei Tage vor Abfahrt in Berlin verweilend, waren wir uns immer noch nicht sicher wohin es uns im Jahresurlaub verschlagen sollte. Korsika oder Kroatien? Die Würfel fielen für Kroatien. Also ab nach Hause Tasche packen und Auto beladen. Da wir ja nicht wussten wie gut Margaretchen das Autofahren auf lange Distanz mitmacht, buchten wir eine Unterkunft bei Franziska und Jens in Rosenheim. Mit den guten Thüringer Rostern im Gepäck ging es nun mit 1,5 h Verspätung unkompliziert los Richtung Süden. Es erwartete uns ein herzlicher Empfang und es ist toll das ich die zwei mit ihren coolen Kids kennenlernen durfte.
Nach einer kurzen Nacht und kurzem Stop in Daniels Firma rollte unser voller Wagen auf preisgekrönten österreichischen, slowenischen und kroatischen Straßen. (nur gut das deutsche Straßen noch kostenfrei für alle sind)

Als Ziel stand im Navi Fazana/Valbandon ein Vorort von Pula. Hier haben meine Eltern und ich den ersten Urlaub nach Öffnung der Innerdeutschen Grenze verlebt. Die alte Visitenkarte von Bogdan unseren damaligen Vermieter der Ferienwohnung (meine Eltern waren noch mehrmals dort) führte uns zu ihm. Leider hat er keine Ferienwohnung mehr, da nunmehr der Platz gerade so für seine angewachsene Familie reichte. Die Gegend kam mir völlig neu vor, es gab kaum etwas was ich wiedererkannt habe. Naja, es sind halt auch einige Jahre ins Land gegangen.

Bergdörfli

Zu Fuße des Pantokrator, mit 906 m der Gipfel des höchsten Berges auf Korfu, liegt Paleo Perithia, ein teils verlassenes Örtchen mit vielen Natursteinhäusern in bedauernswertem Zustand. Dazwischen stilistisch passende Neubauten und einige Tavernen, da doch eine Vielzahl an Touristen vorbeischauen. Die Zeit ist hier definitiv stehen geblieben und die Natur drängt, gemäß ihrer selbst, in abgeronnenes Territorium vor. So wachsen innerhalb der ruinösen Gemäuer Bäume und Sträucher in so noch nicht gesehenem Ausmaß.

Aufgrund des mittelalterlichen Wegenetzes kam Maggie in die Manduca und wurde in den Schlaf geschaukelt. Sie hat es naturgemäß sehr genossen.

Gut gelandet

Nach nächtlich vekehrsarmer Anreise ging es ganz entspannt Richtung Flieger. Bei Start und Landung wurde Maggie jeweils mit einer Brust beruhigt. Umso schwieriger war es dann unseren ganzen Spittel in den Polo Mietwagen zu pressen. Es half nichts, die Kinderwagenräder mussten abmontiert werden.Nun ging es gen Norden mit etlichen Serpentinen über die beachtliche Hügelkette. Das Hotel war etwas schwer zu finden, entschädigt aber mit Meernähe, großen Pool und sehr leckerer Küche.

Seefahrerromantik

Einen Ausflug ins Fort zu Galle. Von den Portugiesen errichtet, den Holländern übernommen hat es die Zeit überdauert und versprüht ein klein wenig mediterranes Wohlgefallen.
Wir sind zwar etwas früher gestartet, dennoch gab die Sonne bereits ihr Bestes und uns wieder einmal den Rest. Eve hatte sich aus unserem Reisehandtuch einen formschönen Turban gezwirbelt, das half schon mal weiter.
So umrundeten wir gemütlich die Festung und anschliessend das Örtchen, wo wir ein Museum im weiteren Sinne besuchten. Es war ein Sammelsurium an Gegenständen; Angefangen von alten Tellern und Schüsseln über Münzen und Tabakdosen, sowie alten Fotoapparaten und Uhren. Teilweise wurde die Schätzchen auch dem Meer entrissen, um nun vom geneigten Besucher in Augenschein genommen zu werden. Diesmal auch ganz aussergewöhnlich, kostenlos. Das heisst bis auf die Bilder von der Klöppelomi und dem Edelsteinschleifer. Diese saßen im Innenhof und sagten mir ich sollte ruhig ein Foto von ihnen machen. Anschließend wurde gleich die Hand aufgehalten.
Danach besuchten wir Gottes Hort, wo ein ungewohnt reges Treiben, anstatt der gewöhnlichen heimischen Ruhe, vorherrschte. Kinder tobten durchs Kirchgestühl, rechter Hand lehrte man Religion, linksseitig besprach man eine Hochzeit und im Chor wurden Filmaufnahmen getätigt. Jubel, Trubel, Heiterkeit und mittendrin dann noch Touristen wie wir.

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